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Pinas Blog

Post: Musterbuch – Die Menschen von Pina

Veröffentlicht am 20. Dezember 2025

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: Backstage

Zwischen März und November 2025 veranstaltete die Pinacoteca Treffen der Studiengruppe zum 120-jährigen Jubiläum, die Forschern, Künstlern und allen an der Geschichte der Institution Interessierten offenstanden. Dieser Beitrag ist eine Bearbeitung eines der entstandenen Essays. 

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Im Rahmen meiner Teilnahme an der Studiengruppe der Pinacoteca de São Paulo anlässlich ihres 120-jährigen Jubiläums hatte ich die Gelegenheit, mich eingehend mit ihrer Geschichte und Architektur auseinanderzusetzen. Die öffentliche Institution besteht aus drei Gebäuden – Pina Luz, Pina Estação und Pina Contemporânea – und beherbergt eine Sammlung von über 10 Objekten, zeigt etwa zehn Ausstellungen gleichzeitig, empfängt jährlich durchschnittlich 800 Besucher und beschäftigt fast 300 Mitarbeiter.

Im Rahmen meiner Recherche konnte ich die Arbeit verschiedener Abteilungen des Museums genau verfolgen und so die unterschiedlichen Perspektiven der dort Beschäftigten kennenlernen. Nachdem ich die internen Abläufe kennengelernt hatte, kehrte ich nach Pina Luz zurück, um zu beobachten, wie Besucher mit dem Raum interagieren. Obwohl die Pinacoteca zwei weitere wichtige Standorte hat, übt das Gebäude in Pina Luz aufgrund seiner Architektur eine starke Anziehungskraft aus. Es wirkt zugleich imposant und „unvollendet“, symmetrisch und ungewöhnlich, klassisch und modern. Das Gebäude scheint Begegnungen und Verbindungen zwischen Menschen und Kunstwerken zu fördern.

Ich erinnerte mich an das, was ich von den dort arbeitenden Fachleuten gehört hatte: ihren Stolz, die Pinacoteca zu einem Ort der Kunst, Kultur und des Widerstands zu machen. Hinter den Kulissen der Pinacoteca herrscht ebenso reges Treiben wie in ihren Gängen und Ausstellungshallen. Da kam mir die Frage: Hat die Öffentlichkeit jemals darüber nachgedacht, wie viele und wie qualifiziert die Fachkräfte sind, die für den Betrieb dieses Museums notwendig sind?

Das im Zuge dieses Prozesses entstandene „Buchmodell – Die Menschen von Pina“ ist ein visuelles Werk in achteckiger Form, das symbolisch die Menschen einbezieht, die die Pinacoteca zu dem Museum machen, das wir heute kennen. Jeder Mitarbeiter wurde an einem Ort seiner Wahl fotografiert, und die Porträts wurden auf transparentem Material gedruckt. So kann der Betrachter sowohl das Mikro – den Einzelnen, den Mitarbeiter – als auch das Makro – die Gemeinschaft, die das Museum gemeinsam trägt – erfassen. Von der Individualität zum Kollektiv: eine Verbindung verschiedener Ebenen, die es ermöglicht, anhand einer einzelnen Person die Partnerschaften und Beziehungen zu erkennen, die diesen Ort prägen.


An den Tagen, an denen ich die Fotos gemacht habe, habe ich auch ein kurzes Interview mit den Porträtierten geführt. Sie betonten einhellig die Bedeutung und den Wert der Teamarbeit im Museum, sowohl für ihr berufliches als auch für ihr privates Leben.

Dieses Netzwerk von Fachleuten, das den Passanten und Ausstellungsbesuchern oft kaum auffällt, macht die Pinacoteca in der Kunstszene so relevant. Es mutet paradox an, dass eine Institution wie die Pinacoteca, deren soziale Konstituierung maßgeblich von den ausgestellten Werken abhängt, auch auf Präsenzen gründet, die auf den ersten Blick nicht erkennbar sind: den Mitarbeitern. Diese verborgene Schicht aus den vergangenen 120 Jahren möchte ich in diesem Projekt würdigen.

Hören Sie Ausschnitte aus Interviews mit den Befragten:

Vielen Dank an alle, die meiner Arbeit vertraut und sich bereit erklärt haben, an meiner Arbeit teilzunehmen: Camilla Vitti, Clarissa Ximenes, Eliane Barbosa, Flavio da Silva Pires, Jochen Volz, José da Silva Lira, Marina Mantoan, Patrícia Aparecida Batista de Souza, Sandra Freire de França, Stella Silva, Yasmin Trindade.

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Über den Gastautor: 

Cris Farhat ist Architektur- und Porträtfotografin mit einem Masterabschluss in Fotografie (FAAP). Sie interessiert sich für die affektive und räumliche Beziehung zwischen Menschen und Räumen und sucht nach dem ästhetischen Potenzial, das aus dieser Interaktion entsteht.

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Wer schrieb:

Beitragsautor: Studiengruppe Im Lichte von 120 Jahren

Eine Gruppe von Forschern, Künstlern und Geschichtsbegeisterten präsentierte zwischen April und Oktober 2025 in Präsenz- und Online-Veranstaltungen, die für die Öffentlichkeit zugänglich waren, eine Reihe von Untersuchungen zur Entwicklung der Pinacoteca. Die Gruppe konzentrierte sich darauf, die Evolution des kulturellen Erbes der Pinacoteca von ihrer Gründung bis heute zu verstehen.

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