Die Pinacoteca de São Paulo hat im Laufe ihrer Geschichte eine Sammlung aufgebaut, die von Spannungen zwischen Hochkultur und populären Ausdrucksformen geprägt ist und Hierarchien, Auslöschungen und Streitigkeiten darüber widerspiegelt, was als künstlerisches Erbe anerkannt wird. In den letzten Jahren hat das Museum versucht, die Interpretationsmöglichkeiten seiner Sammlung zu erweitern und Werke, Themen und Erzählungen einzubeziehen, die kollektive, festliche und populäre Kulturpraktiken als legitime Felder ästhetischer und politischer Produktion hervorheben.
Im Rahmen dieses Besuchs, der in der Vorkarnevalszeit stattfindet, schlägt das Treffen eine Besichtigung der Ausstellung vor. Pinakothek: Sammlung Ausgehend von Darstellungen populärer Feste, Feierlichkeiten und Karnevals in Brasilien untersucht der Besuch, wie diese Ausdrucksformen mit Fragen der Identität, Zugehörigkeit, Arbeit, des Körpers und des Widerstands verknüpft sind. Zudem tritt der Besuch in einen Dialog mit dem dem Karneval gewidmeten Ausstellungsprogramm und reflektiert die Präsenz – und Abwesenheit – dieser Ausdrucksformen in der Sammlung des Museums.
Der Treffpunkt ist am Pina Luz Octagon.
wenn
- 7. Februar | 11 Uhr
Wie kann man teilnehmen
Einfach vorbeikommen! Treffpunkt ist vor dem Oktagon.
Zielgruppe: Personen ab 12 Jahren.
Weitere Informationen
Ana Maria Maia (Recife, 1984) ist Chefkuratorin der Pinacoteca de São Paulo. Als Forscherin, Kuratorin und Professorin für moderne und zeitgenössische Kunst besitzt sie einen Doktortitel der ECA-USP (2018). Sie ist Autorin der Bücher Flávio de Carvalho (Azougue, 2014) und Arte-veículo: intervençãos na mídia de massa brasileira (Circuito e Aplicação, 2015), wobei letzteres mit dem Funarte-Stipendium zur Förderung der künstlerischen Produktion ausgezeichnet wurde.
Service
Local: Pina Luz-Gebäude.
Anschrift: Praça da Luz, 2, Bom Retiro, São Paulo – SP.