A Kunstgalerie São Paulo und Städtische Kunstgalerie Miguel Dutra von Piracicaba Sie präsentieren die Ausstellung „Caipiras: vom Truppenstil zum Bratschenstil“, die rund 50 Werke von 28 Künstlern aus der Sammlung der Pinacoteca vereint.
Die Ausstellung kommt als Ableger von „ nach Piracicaba“Caipiras: Von der Fällung zur NostalgieDie Ausstellung, die zwischen November 2024 und Mai 2025 im Gebäude Pina Luz stattfand, bekräftigte das Engagement der Pinacoteca, ihr Programm über die Hauptstadt hinaus auszuweiten und auch im Landesinneren von São Paulo durch ein Netzwerk lokaler Einrichtungen tätig zu sein, wodurch dazu beigetragen wird, die Sammlung des Bundesstaates São Paulo in seinem gesamten Gebiet zu verbreiten.
In den vergangenen 130 Jahren hat sich die Figur des „Caipira“ (Landbewohners) zu einem der Hauptthemen der Sammlung der Pinacoteca de São Paulo und zu einem der beliebtesten Motive beim Publikum von São Paulo entwickelt. Das Museum erhält regelmäßig Berichte von Besuchern, die gezielt nach Almeida Júniors Gemälden suchen und darin mit einer gewissen Nostalgie eine Vergangenheit wiedererkennen, die mit dem Land, der Feldarbeit und den einfachen Freuden eines bescheideneren Lebens verbunden ist.
Die aus der Sammlung der Pinacoteca zusammengestellte Ausstellung ist in drei thematische Abschnitte unterteilt: „Die Konstruktion der Caipiras“, „Tropeiros, Holzfäller und Bandeirantes“ und „Zeitenwandel: Der Viola-Stil und Nostalgie“. Die Ausstellung bietet eine kritische Auseinandersetzung mit der Konstruktion dieser emblematischen Figur durch Künstler des späten 19. Jahrhunderts und legt die rassistischen Spannungen hinter den Gemälden offen. Gleichzeitig ermöglicht sie dem Publikum von Piracicaba, historische Werke aus der Sammlung der Pinacoteca aus nächster Nähe zu betrachten – darunter Werke von Künstlern mit engen Verbindungen zur Stadt, die in der Region lebten und ihre Landschaften darstellten, wie Almeida Júnior, Miguelzinho Dutra und Pedro Alexandrino.
„Caipiras: das rodovias à moda de viola“ ist Teil des Programms CULTSP na Estrada, einer Initiative des Staatssekretariats für Kultur, Wirtschaft und Kreativwirtschaft von São Paulo, das kulturelle Aktivitäten, Dienstleistungen und Informationen über die öffentliche Kulturpolitik in verschiedene Regionen des Bundesstaates bringt.
Almeida Júnior (Itu, SP, 1850 – Piracicaba, SP, 1899) ist die zentrale Figur der Ausstellung, deren Werke sich über die drei Abschnitte erstrecken: die frühen Versionen von Landmann beim Tabakschneiden e Unterbrochener Schaden (beide aus dem Jahr 1893), die Studie für den Kopf eines Landeiers (1893) Nhá Chica (1895) Sattel festziehen (1895) Landküche (1895), o Studie zu „Caipiras Negaceando“ (1888), o Studie zum Thema „Monsunabfahrt“ (1897) und Landschaften wie Flusslandschaft e Landschaft der Stätte Rio das Pedras (beide aus dem Jahr 1899). Damit ist die Reihe abgeschlossen. Der Gewalttäter (1899), eines der emblematischsten Gemälde des Künstlers, in dem die Figur des Landmanns die Züge einer dramatischen Gestalt annimmt. Die Ausstellung umfasst außerdem Porträt von Dr. Cesário Motta, ein Arzt und Politiker, der eine entscheidende Rolle bei der Beauftragung regionalistischer Werke für die Sammlung des damaligen Museu Paulista spielte.
Unter den anderen Künstlern sticht Henrique Bernardelli hervor, der Mitesser (1899) und Bandeirante und Indien (Prolog) (um 1895); Monteiro França, mit Resonanz (1906) und Mitesser (sd); und der Deutsche Johann Moritz Rugendas, mit der Lithographie Défrichement d'une forêt [Entwaldung] (zwischen 1827 und 1835), eines der ältesten Zeugnisse der Ausstellung über Entwaldung in Brasilien. Der Franzose Jean Baptiste Debret wird durch die Lithografie repräsentiert. Blanchisseuses à la rivière/Maquignons paulistes (1835), während Miguelzinho Dutra (Itu, SP, 1812 – Piracicaba, SP, 1875), Schirmherr der Städtischen Kunstgalerie Piracicaba, durch eine Reihe von Reiseaquarellen aus den 1840er Jahren vertreten ist, Aufzeichnungen von Landschaften im Landesinneren von São Paulo.
Die Städtische Kunstgalerie Miguel Dutra wurde im August 1969 auf Initiative von Archimedes Dutra eröffnet, um die vielfältigen Ausdrucksformen der bildenden Kunst Piracicabas zu beherbergen. Seit Mai 2024 firmiert sie als „Neue Kunstgalerie“ in Lagerhalle 14A des Zentralparks Engenho. Benannt ist sie nach Miguel Arcanjo Benício de Assumpção Dutra (Itu, 1812 – Piracicaba, 1875), genannt „Miguelzinho Dutra“, einem vielseitigen Künstler – Maler, Bildhauer, Architekt, Dichter, Holzschnitzer, Goldschmied und Musiker –, der vor allem für seine Aquarelle von Landschaften und Menschen aus dem Hinterland von São Paulo im 19. Jahrhundert bekannt ist.
Selbstklassifizierung: Livre
Aktuell angezeigt: 27. September bis 6. Dezember 2026
Local: Städtische Kunstgalerie Miguel Dutra
Anschrift: Parque do Engenho Central – Lagerhaus 14A | Av. Maurice Allain, 454 – Piracicaba, SP
Horário de funcionamento: Dienstag bis Sonntag, 9 bis 17 Uhr
