Im Rahmen des Portugaljahres in Brasilien zeigt die Pinacoteca de São Paulo, eine Institution des Staatssekretariats für Kultur, die Ausstellung Debret des portugiesischen Künstlers Vasco Araújo (Lissabon, 1975), in der der Künstler eine zeitgenössische Interpretation vorschlägt der sozialen Beziehungen zwischen Weißen und Schwarzen, Portugiesen und Afrikanern, Herren und Sklaven im Brasilien des 1834. Jahrhunderts. Die Installation besteht aus sieben Skulpturen, die jeweils aus einem Tisch, Eiern und vom Künstler modellierten Figuren sowie Zitaten von Pater Antonio Vieira bestehen. Die Figuren zeigen Aktionen zwischen Weißen und Schwarzen, die ihre sexuelle und soziale Beziehung offenbaren. Das Einfügen von Figuren in Eier weist auf ein imperialistisches und despotisches Gesicht der Kolonialisierung hin, die zur Schaffung einer neuen Rasse (Mulata) führte. Die Assoziation des Werkes mit Zitaten von Padre Vieira induziert eine Neuinterpretation, die sich in den aktuellen postkolonialistischen Diskurs einfügt. Die Ausstellung zeigt auch Stiche von Jean Baptiste Debret, die zwischen 1835 und XNUMX entstanden sind und deren Themen dieselben Themen behandeln wie der zeitgenössische Künstler.
Vasco Araújo wurde 1975 in Lissabon geboren, wo er lebt und arbeitet. 1999 schloss er sein Studium der Bildhauerei an der FBAUL ab und besuchte zwischen 1999 und 2000 den Advanced Course in Visual Arts am Maumaus in Lissabon. Seitdem hat er an mehreren Einzel- und Kollektivausstellungen im In- und Ausland teilgenommen, darunter Residenzprogramme wie Récollets (2005), Paris; Kernprogramm (2003/04), Houston. 2003 erhielt er den EDP New Artists Award.