Ab dem 18. Juli zeigt die Pinacoteca do Estado de São Paulo, Museum des Kultursekretariats des Staates São Paulo, die Ausstellung Marino Marini: Vom Archaismus bis zum Ende der Form.
Die von Alberto Salvadori, Direktor des Museo Marino Marini in Florenz, kuratierte Ausstellung ist die erste Retrospektive des italienischen Künstlers in Brasilien, der weltweit für seine Bronzeskulpturen und einen der Schlüsselnamen der italienischen modernen Kunst bekannt ist.
Die Ausstellung bietet dem Publikum einen breiten und großzügigen Einblick in Marinis künstlerisches Schaffen und zeigt 68 Werke, darunter Skulpturen, Gemälde und Zeichnungen, aus verschiedenen Perioden seiner Karriere. Die Ausstellung vereint Werke von zwei wichtigen Institutionen, die sich Marinis Werk in Italien widmen, dem Museo Marino Marini in Florenz und der Fondazione Marino Marini in Pistoia – der Heimatstadt des Künstlers.
Marini wurde in Pistoia (1901 – 1980) in der Toskana geboren und wuchs umgeben von den Einflüssen des benachbarten Florenz auf. Er pflegte eine starke Verbindung zur etruskischen Kunst und zur ägyptischen Kunst, die zu den Museen der Region gehören, und entwickelte in seiner Arbeit insbesondere vier Themen: das Porträt, Pomona – die Inkarnation des ewig Weiblichen –, die Pferde und Reiter und der Zirkus. Letzteres faszinierte ihn sehr, er war fasziniert von der Natur des Handwerks der Jongleure, Clowns und Akrobaten.
"Die Relevanz von Marino Marini war die eines Künstlers, der sich nicht wie ein Philologe aufführte, die historischen Daten, die durch das Studium und die anthropomorphe Interpretation des Themas verbraucht wurden, nicht akzeptierte, sondern in seinem Werk eine Dimension der Aktualität der Materie offenbarte eine direkte Beziehung zwischen Mensch und Subjekt“, betont Alberto Salvadori.
Die Ausstellung Marino Marini: Vom Archaismus bis zum Ende der Form wird von Pirelli gesponsert und vom Istituto Italiano di Cultura di San Paolo unterstützt. Diese Initiative ist Teil des „Italienischen Jahres in Lateinamerika“, das vom italienischen Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit gefördert wird.
Zu sehen vom 18. Juli bis 27. September nach dem Besuch der Stiftung Iberê Camargo in Porto Alegre.
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Bilder: Isabella Matheus